Effizient, wirtschaftlich, flexibel: Das Kommissionierungssystem der maqum GmbH kombiniert innovative Software mit dem Wissen der Natur, um die Lagerung und Bereitstellung kleiner Gegenstände zu optimieren.

Bienenwaben haben die optimale geometrische Anordnung: Durch die sechseckige Form nutzen sie den zur Verfügung stehenden Raum bestmöglich aus. Dieses Wissen haben sich die Gründer der maqum GmbH zunutze gemacht. In ihrem Lagersystem, das sie für Apotheken konzipiert haben, sind die einzelnen Regalbereiche im 45-Grad-Winkel angelegt. Das spart nicht nur Platz, sondern vereinfacht auch den Zugriff auf das Regal und schützt die Schachteln vor dem Verrutschen

Zum System gehört ein Kommissionierungsautomat, der mit Hilfe mehrerer Webcams und einer Bilderkennungssoftware die Informationen auf der Verpackung ausliest. Ein Vakuum-Greifarm befördert die Schachteln dann automatisch von der Großhandelskiste ins Regal. Vorher machen sie aber einen Zwischenstopp auf einer Feinwaage. Dabei wird das Gewicht automatisch mit den entsprechenden Herstellerangaben abgeglichen, sodass sofort ersichtlich ist, ob der Inhalt der Verpackungen auch vollständig ist. Auch das Verfallsdatum wird registriert und bei der Einlagerung berücksichtigt.

Die Software ist so programmiert, dass für die jeweilige Schachtel automatisch der beste Lagerort im Regal bestimmt wird. In jeder Wabe können bis zu drei Produkte unterschiedlichster Größe hintereinander gelagert werden. Da das Vakuum-Picksystem über vier Greifarme verfügt, können mehrere Produkte gleichzeitig aus einem Lagerbereich entnommen werden. Dabei wird Ware, die vorne liegt, aber nicht benötigt wird, auf einem Greifarm zwischengelagert.

„Durch das vollautomatische Lagersystem können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Apotheke voll auf die Beratung und den Verkauf konzentrieren“, so der Software-Spezialist Andreas Radi, der das Unternehmen zusammen mit Apotheker Michael Marquardt und Steuerberater Siegfried Wolff gegründet hat.

Für Euverion ist das Projekt maqum gleich aus mehreren Gründen spannend. Der Prototyp des Automaten ist bereits in einer Apotheke am Berliner Hauptbahnhof im Einsatz – so war es möglich, sich zu Projektbeginn direkt ein eindrucksvolles Bild des Produkts zu machen. Neben der Anwendung in Apotheken sehen Euverion und die maqum-Gründer aber auch Marktpotenzial in zahlreichen anderen Bereichen, in denen es um die Lagerung und Bereitstellung kleiner Gegenstände geht – etwa in Parfümerien oder Lebensmittelgeschäften. Neben dem breitgefächerten Marktpotenzial ist das Projekt für Euverion auch wegen der Schnittstelle zwischen Hardware und Software spannend. Die Idee ist, das mechanische System immer weiter mit aktuellen technologischen Softwareleistungen zu verbinden und so noch wettbewerbsfähiger zu machen.

Mit der ersten erfolgreich bewilligten Förderung über 100.000€ ist nun der Grundstein für die Weiterentwicklung des Produkts und das Wachstum des Unternehmens gelegt. Und darauf aufbauende Folgeprojekte sind bereits in Arbeit – mindestens 27 Arbeitsplätze will das junge Unternehmen mit Sitz in Potsdam in den kommenden Jahren schaffen.

 

Kontakt und weitere Informationen:

maqum GmbH
Heinrich-Mann-Allee 3B
14473 Potsdam

Andreas Radi
andreas.radi@maqum.com