Personalkosten in Deutschland sind sehr viel günstiger als in der Schweiz, aber auch Büromieten und Buchführungskosten. Der neue Kunde der Euverion nutzt diese Kostenvorteile und verlagert Verwaltungsarbeiten, aber auch das Recruitment deutscher Mitarbeiter, in eine neue deutsche GmbH.

Der Kunde der Euverion, eine Schweizer AG mit einem Umsatz im zweistelligem Millionenbereich, vermittelt Personal an Unternehmen in der Schweiz. Zu den Kunden gehören sowohl Konzerne als auch mittelständische Unternehmen. Es werden Mitarbeiter im Bereich der Baugewerke, der Gastronomie, aber auch im Bereich Healthcare und anderen vermittelt. Darüber hinaus werden auch Mitarbeiter kurzfristig überlassen, sog. Temporärmitarbeiter (in Deutschland: Leiharbeiter genannt).

Der Verwaltungsaufwand im Unternehmen ist sehr aufwendig. Im Recruitment Prozess sind Stellenangebote zu schalten, Bewerbungen auszuwerten, Gespräche zu führen, Dossiers für die Kunden zu erarbeiten u.v.m. Auch die Lohnabrechnungen, und im Temporärbereich die Erfassung der Tätigkeitsnachweise und die Projektabrechnungen, sind sehr umfangreich und kostenintensiv.

Vor diesem Hintergrund ließ sich der Vorstand von den Vorteilen einer deutschen Tochtergesellschaft überzeugen: Recruiter und Fachkräfte für die Abrechnung konnten in Berlin für unter 3.000 Euro Monatsbrutto angestellt werden, die Büromiete lag unter 8 Euro pro Quadratmeter. Dank des Fullservices der Euverion war auch der zeitliche Aufwand für den Vorstand gering – zwei Flüge nach Berlin reichten aus, um die Gründung und den operativen Start zu erledigen. Weiterer Standortvorteil waren die Personalkostenförderungen, mit denen 35% des Bruttolohns für zwei Jahre aus EU-Förderprogrammen bezuschusst werden – als „Geschenk“, also nicht zurückzahlbar.

Das Unternehmen plant nun, auch Förderungen für die Entwicklung einer sehr umfangreichen Cloudbasierten Softwarelösung für die Personalvermittlung zu beantragen.