“Wir erweitern unsere Innovationsförderung und fördern erstmals auch digitale Geschäftsmodelle“, so Bundesminister Altmaier. Was heißt das konkret? Bisher standen tatsächlich hauptsächlich technische Förderprogramme auf der Agenda des Bunds – darunter auch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), dessen Teil auch das Euverion-Forschungsnetzwerk “Biopack&Transport” ist.

Durch im Oktober 2019 in Kraft getretene IGP-Richtlinie ändert sich dies nun – auch nicht-technische Vorhaben werden nun vom Bund gefördert. So soll die Innovationskraft Deutschlands ganzheitlich und branchenübergreifend nachhaltig gestärkt werden. Förderfähige Projekte über die neue Richtlinie sind innovative Geschäftsmodelle, Konzepte und Lösungen, z. B. neue Dienstleistungen, Prozesse, Marketing- und Designansätze. Dies schließt auch neue Formen der Technologienutzung ein, wobei der Fokus auf der innovativen Problemlösung liegt, unabhängig von der eingesetzten Technologie.

Gefördert werden können je nach Projektart Startups, Mittelständler und Kleinstunternehmen (inklusive Selbstständige), sowie kooperierende Forschungseinrichtungen und Innovationsnetzwerke, die von Netzwerkeinrichtungen (z. B. Euverion) betreut sind. Unter die förderfähige Kosten/Ausgaben zählen u. a. Personalausgaben und projektbezogene Aufträge an Dritte.

Drei verschiedene Projektarten sind über die neue Richtlinie förderbar:

  • Experimentelle Einzel- oder Kooperationsprojekte in der innovativen Frühphase mit dem Charakter von Machbarkeitstests.
  • Komplexe Einzel- und Kooperationsprojekte zur Ausreifung von Innovationen samt umfangreichen Markttests und Pilotierung am Markt.
  • Übergreifende Innovationsnetzwerke, die von einer Netzwerkmanagementeinrichtung betreut werden

Mit dieser Richtlinie wird das Förderportfolio des Bunds thematisch deutlich erweitert. Diese inhaltliche Diversifizierung zeigt sich auch in den drei bisher geplanten Ausschreibungsrunden:

  • Digitale und datengetriebene Geschäftsmodelle und Pionierlösungen
  • Kultur- und Kreativwirtschaftliche Geschäftsmodelle und Pionierlösungen
  • Innovationen mit hohem „Social Impact“ voraussichtlich im Bereich Bildung/Informationszugang

Alles in allem stellt die neue Richtlinie eine interessante Erweiterung der deutschen Förderlandschaft da, von der sicher viele Projekte profitieren werden.

Hier erfahren Sie mehr über die Arbeit von Euverion in Bezug auf ZIM-Forschungsnetzwerke.